23 / Sep / 2020 Mit dem Christina Zurbrügg Quartet 20:30 Porgy&Bess
Riemergasse 11, 1010 Wien
Wien A
3 / Oct / 2020 OPUS MALEFICARUM – Echoes from Witch to Bitch
Im Rahmen von STAY WITH THE TROUBLE!
17:00 Kosmos Theater
1070 Wien
Wien A
8 / Oct / 2020 Fraufeld | Feldforschung #5 20:00 Rhiz Vienna
U‑Bahnbogen 37–38, 1070 Wien
Wien A
3 / Dec / 2020 Trio Tris
feat. Rina Kaçinari und Thekla Wagner
20:00 Schulstraße 2, Aschbach-Markt Aschbach A
13 / Dec / 2020 Rina Kaçinari & Maria Craffonara 19.30 Theater Drachengasse
Drachengasse, 1010 Wien
Wien A
4 / Mar / 2021 Portrait: Rina Kaçinari
In der Strengen Kammer: BRENNKAMMER
19.00 Porgy&Bess
Riemergasse 11, 1010 Wien
Wien A
5 / Mar / 2021 Portrait: Rina Kaçinari
In der Strengen Kammer: BRENNKAMMER
19.00 Porgy&Bess
Riemergasse 11, 1010 Wien
Wien A
6 / Mar / 2021 Portrait: Rina Kaçinari
In der Strengen Kammer: BRENNKAMMER
19.00 Porgy&Bess
Riemergasse 11, 1010 Wien
Wien A

Natürlich gibt es Genres. Es gibt Klassik, Jazz, Rock, Pop, Weltmusik, Tango. Mit all diesen, in Kombination mit Adjektiven wie kraftvoll, schräg, genial wurde Rina Kaçinari bereits in Verbindung gebracht. Für die Musikerin aber kommt vor all dem das Instrument selbst, mit dem sie eine organische Einheit bildet, eine Einheit, die für sämtliche Einflüsse und Impulse durchlässig ist und auf diese Weise eigenständig kreiert.

Rina Kaçinari ist klassisch ausgebildet. Sie hat in ihrer Geburtsstadt Prishtina als Kind begonnen, Violoncello zu lernen, den Kosovo aber als 15-Jährige verlassen, da es für ihr Fach an der örtlichen Musikschule keinen Lehrer mehr gab. Ihr Studium hat sie an der Musikakademie Zagreb und an der Kunstuniversität Graz fortgesetzt und abgeschlossen und später durch eine Ausbildung in Jazz an der Bruckner Universität Linz komplettiert.

Nach dem Studium bekam sie eine Anstellung als Orchestermusikerin an der Oper Maribor. Zwei Jahre lang spielte sie viele, viele, viele große italienische Opern im Orchestergraben, um sich schließlich ihres Vaters zu besinnen, eines Komponisten, Dirigenten und Wegbereiters der klassischen Musikszene im Kosovo. Er hatte seiner jüngsten Tochter Rina gesagt, als Cellistin werde sie sich eines Tages alle Schokolade der Welt kaufen können.

Rina Kaçinari ließ Notenständer und Notenblätter in Maribor, zog nach Wien und begann ein Leben als selbständige Musikerin.

Sie spielte mit dem Ulrich Drechsler Cello Quartett, mit Nataša Mirković und Matthias Loibner und gründete im Jahr 2008 gemeinsam mit der Bratschistin Jelena Popržan das Duo Catch Pop String Strong, das bis 2017 bestand. Das Duo gewann 2011 den Förderpreis der Austrian World Music Awards, 2012 den Pasticcio Album Preis, 2013 den Fraunhofer Volksmusikpreis, trat im Wiener Porgy & Bess, im Konzerthaus und im Musikverein auf und tourte bis nach Mexiko und Usbekistan.

Sie spielte zuletzt in den Theaterproduktionen „Alles Walzer, alles brennt“ am Wiener Volkstheater, am Off Theater in der Tragikomödie „Familie Tót“, am Niederösterreichischen Landestheater in Shakespeares „Viel Lärm um nichts“. Sie musizierte in „Anatol“ am Theater an der Josefstadt und in „Ganymed Dreaming“ am Kunsthistorischen Museum und co-arrangierte die so genannte Stubenoper „Der varreckte Hof“ von Georg Ringsgwandl musikalisch am Kosmos Theater.

Rina Kaçinari spielt mit dem Tangoquartett Mala Junta, mit dem Vienna World Orchestra, mit der Musikerin Eva Jantschitsch aka Gustav. Sie tritt immer wieder mit ihrem Mann, dem Schlagzeuger Jörg Mikula, auf – und als Solistin. Sie gibt ihr vielfältiges Können in Workshops und an der Musikschule Mostviertel in Aschbach an jungen CellistInnen weiter.

Sich alle Schokolade der Welt kaufen zu können, bedeutet heute für Rina Kaçinari, die unendliche Vielfalt der Musik im allgemeinen und jene ihres Instrumentes im besonderen zu erkunden, immer wieder Neues zu entdecken und auf die Bühne zu bringen. In ihren Kompositionen erzählt sie Geschichten aus dem Leben und begleitet diese mit ihrer eigenen Stimme.